Chavagnes-en-Paillers hat eine lange Geschichte der Zusammenarbeit mit England. Das Motto auf der offiziellen Wappen der Gemeinde stammt aus dem 133. Psalm (Ecce Quam Bonum): Habitare Fratres in unum (Brüder leben zusammen in der Einheit.)
Die Schule von Chavagnes, ursprünglich 1802 von Louis-Marie Baudouin als Seminarsschule gegründet, wurde im September 2002 von einer Gruppe von Lehrern aus Großbritannien als internationales, englischsprachiges Internat wiedereröffnet. Diese Lehrer hatten ihre Vorstellungen von der Verbindung von christlichem Glauben und Schulleben in den katholischen Schulen Englands nicht verwirklicht gefunden und sich daran gesetzt, eine Schule zu gründen, die den Glauben getreu dem Magisterium der katholischen Kirche vermitteln und eine christliche Lebensgemeinschaft von Lehrern und Schülern sein sollte. Die frühere Seminarsschule im französischen Dorf Chavagnes-en-Paillers stand zu Verfügung, und so kam es zur Gründung von Chavagnes International College.
Lehrangebote
Chavagnes folgt dem britischen Schulmodell: mit normalerweise 15-16 Jahren legen Schüler ihre GCSE- oder OLevel-Prüfungen ab, zwei Jahre später ihre A-Levels. In den ersten Jahren in Chavagnes werden die Jungen daher auf die englischen GCSEs vorbereitet, und zwar in den üblichen Fächern sowie den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch und Latein. Wegen der kleinen Klassen und der intensiven Betreuung durch die Lehrer legen Jungen in Chavagnes oft schon mit 14 ihre ersten GCSEs ab. Für die A-Levels spezialisieren sich die Jugendlichen, wie im britischen System üblich, auf einige wenige Fächer, die dafür sehr intensiv betrieben werden. Die Unterrichtssprache ist Englisch.
Internationaler Charakter
Schüler, wie auch Lehrer, von Chavagnes kommen aus den verschiedensten Ländern. Die größte Gruppe stellen die Jungen aus England und anderen englischsprachigen Ländern. Kaum weniger Schüler kommen zurzeit aus Frankreich und Spanien. Ihnen wird auch muttersprachlicher Unterricht in ihrer jeweiligen Sprache erteilt. Ansonsten ist Englisch nicht nur Unterrichtssprache, sondern auch die überwiegende Umgangssprache. In englischer Internatstradition sind die Schüler in ‘Häuser’ eingeteilt. Dabei wird auf eine gleichmäßige Aufteilung der Nationalitäten geachtet, so dass Jungen unterschiedlicher Herkunft Freundschaft miteinander schließen.
Ausrichtung der Schule
Chavagnes International College hat einen starken katholischen Charakter. Zum Beispiel gibt es tägliche Messen. Traditionen werden geschätzt und gepflegt: britische Traditionen wie ‘Burns Supper’ und ‘Morris Dancing’, mittelalterliche Bräuche wie der, dass ein Junge für einen Tag als Bischof herrscht und kirchliche Traditionen wie Prozessionen und Messen auf Latein mit Weihrauch und gregorianischem Gesang. Das traditionelle Flair ist auch im Alltag deutlich: Jungen tragen Schuluniform und Lehrer Talare; bei Mahlzeiten sitzen Schüler nach Häusern getrennt und Lehrer an einem erhöhten Tisch.
Freizeitaktivitäten
Musik, Theater und Sport werden angeboten: Fußball, Basketball, Tennis auf eigenen Tennisplätzen, Rugby, Cricket, Volleyball, klassischer Knabenchor und Theater, Fotografie und Modellbau.
Saturday, 10 January 2009
Sunday, 4 January 2009
Chavagnes International College: Antworten auf oft gestellte Fragen
Chavagnes International College: Katholisches Internat für Jungen
Wenn Sie weitere Fragen einsenden, werden wir versuchen, auch sie zu beantworten...
Warum Frankreich?
Ganz einfach, weil es der beste Standort war, den wir finden konnten; es ist auch ein idealer Ort für unsere Schüler, mehrere Fremdsprachen flieβend zu lernen. Zu Familien aus England sind wir näher als man denken möchte: mit dem Eurostar-Zug über Paris oder mit dem Flugzeug nach Nantes geht die Reise oft schneller als z.B. die von Südengland nach Schottland. Ein klarer Vorteil, den Frankreich über England hat, ist das Wetter!
Dürfen die Jungen Internet and e-mail benutzen?
Ja, unter Aufsicht. Die Jungen lernen bei uns, dieses Medium verantwortlich und in Maβen zu nutzen: als Studienhilfe, Kommunikationsmittel und zur Vorbereitung auf die Arbeitswelt.
Dürfen die Jungen fernsehen?Wie Eltern gut wissen, hat das Fernsehen nicht nur gute Seiten. Die Jungen dürfen bei uns einen ausgewählten Videofilm pro Woche sehen; ansonsten wird Fernsehen bzw. Video in manchen Sprach- und Literaturklassen genutzt. Es gibt keinen freien, unbeaufsichtigten Zugang zum Fernseher. Diese Reglung beruht auf einer Absprache mit den Eltern.
Dürfen die Jungen Mobiltelefone benutzen?
Zur Zeit dürfen Mobiltelefone an Wochenenden benutzt werden. Diese Reglung wird immer wieder überdacht.
Dürfen die Jungen Laptop-Computer benutzen?
Ja, wenn ein klarer Lernvorteil besteht. Unter der 9. Klasse gilt dies nur in Ausnahmen bei bestimmten Lernschwächen. In jedem Fall können Lehrer jederzeit überprüfen, wozu der Laptop benutzt wird: Computerspiele sind unter der Woche nicht erlaubt. Diese Reglung ist schon mehrere Male überarbeitet worden und kann sich wieder ändern.
Ist das Schulessen mehr französisch oder englisch?
Unser Koch Fabrice ist Franzose und stammt aus einer Familie von Köchen. Also kommen wir in den Genuss vieler französischer Speisen. In vielem unterscheidet sich die französische Küche aber gar nicht so sehr von der anderer europäischer Länder, nur dass wir mehr Wildbret, Ente und Kaninchenfleisch essen, als es in einer Schule in England der Fall wäre. Manchmal essen wir auch z.B. Hamburger oder Spaghetti Bolognaise.
Dienstags und donnerstags haben einige Jungen Kochunterricht bei Fabrice und bereiten z.B eine Suppe oder den Nachtisch für die ganze Schule zu.
An Sonntagen im Winter gibt es ein warmes englisches Frühstück, aber normalerweise besteht unser Frühstück aus Brot, Konfitüre, Saft, Müsli, Cornflakes und Obst. Sehr beliebt ist der Sonntagsbraten mit Röstkartoffeln.
Was meinen Sie mit „klassisch“ und „traditionell“, wenn Sie damit den Ansatz der Schule beschreiben?
Wir meinen damit, dass die Auswahl an Schulfächern dem Ansatz traditioneller Gymnasien entspricht. In manchen Fächern vermeiden wir die heute sonst so verbreiteten Projekte. Bei Sprachen liegt uns an der gründlichen Vermittlung von Grammatik. Wir erwarten, dass die Jungen das Einmaleins auswendig wissen. Wir erwarten von ihnen, Gedichte auswendig zu lernen, in Debatten zu bestehen und gerade zu singen...
Was die Religionsausübung angeht, bedeutet es, dass wir es für wichtig halten, dass Kinder Gebete lernen und zum Beten angehalten werden, dass sie die Lehre ihrer Kirche kennen, an den Sakramenten teilnehmen und ganz allgemein unter Anleitung der Lehrer ihr Leben aufrecht und gläubig leben sollten. Die Teilnahme an der täglichen Messe ist für alle Jungen verpflichtend; das war früher in vielen katholischen Internaten gang und gäbe, ist aber vielerorts aufgegeben worden. In Chavagnes ist die Messe der Höhepunkt unseres Tages.
Wir sind auch insofern traditionell, als dass wir uns in Kontinuität mit mittelalterlichen englischen Schulgründungen sehen, wo Lehrer und Studierende in Gemeinschaft zusammen lebten, aβen und beteten.
Gehört die Schule einer Bewegung innerhalb der Katholischen Kirche an?
Nein, Chavagnes ist einfach eine Schule, nicht eine Bewegung oder ein Orden. Wir haben natürlich unsere besonderen Bräuche und unsere besondere Identität, so wie jede Familie auch, aber im Herzen unserer Mission liegt der Wunsch, in Loyalität zu Rom der katholischen Gemeinschaft zu dienen.
Wie wird die Messe gefeiert?
Bei Messfeiern in der Schule wird Latein viel benutzt. Die Lesungen sind immer auf Englisch oder Französisch, aber ansonsten ist Latein die Hauptsprache in der Messe, abgesehen von gelegentlichen Messen, die ganz auf Englisch oder Französisch abgehalten werden. Der Priester ist in traditioneller Weise dem Osten zugewand und Gregorianische Gesänge gibt es an den meisten Tagen. Unser Gesangbuch ist The Catholic Hymnal des London Oratory.
Die Liturgie folgt meist dem modernen Messritus, obwohl die Jungen auch die tridentinische Messe kennen lernen, die wir zur Zeit wir immer samstags feiern. In den vergangenen Jahren haben wir auch den dominikanischen sowie den byzantinischen Ritus einige Male gefeiert.
Wie viel Kontakt haben die Jungen zu ihrem französischen Umfeld?
Jungen aus Chavagnes werden oft zwischen 10.40 und 11 Uhr morgens in der Patisserie gesehen; also muss auch der jüngste Schüler ein gewisses Maβ an Einkaufs-Französisch meistern (was für zukünftige mündliche Prüfungen sehr nützlich ist)! Im letzten Schuljahr sind zehn Jungen in der Pfarrkirche gefirmt worden und hatten zur Vorbereitung einige Treffen mit den französischen Jungen der Pfarrei. Zu kulturellen und sportlichen Anlässen treffen wir mit Schülern einiger Schulen aus der Umgebung zusammen, und an manchen Wochenenden sind die Jungen bei französischen Familien zu Gast.
Einige ältere Jungen spielen zusätzlich zum Schulsport am Wochenende bei einem örtlichen Fuβballverein.
Es gibt auch einige französische Schüler in Chavagnes. Das heiβt, dass Französisch Teil unseres Alltags ist, auch wenn der Unterricht (auβer im Fach Französisch) auf Englisch abgehalten wird.
Der Französischunterricht wird überwiegend von französischen Lehrern erteilt, und die Schule hat auch französisches Hilfspersonal.
Wenn Sie weitere Fragen einsenden, werden wir versuchen, auch sie zu beantworten...
Warum Frankreich?
Ganz einfach, weil es der beste Standort war, den wir finden konnten; es ist auch ein idealer Ort für unsere Schüler, mehrere Fremdsprachen flieβend zu lernen. Zu Familien aus England sind wir näher als man denken möchte: mit dem Eurostar-Zug über Paris oder mit dem Flugzeug nach Nantes geht die Reise oft schneller als z.B. die von Südengland nach Schottland. Ein klarer Vorteil, den Frankreich über England hat, ist das Wetter!
Dürfen die Jungen Internet and e-mail benutzen?
Ja, unter Aufsicht. Die Jungen lernen bei uns, dieses Medium verantwortlich und in Maβen zu nutzen: als Studienhilfe, Kommunikationsmittel und zur Vorbereitung auf die Arbeitswelt.
Dürfen die Jungen fernsehen?Wie Eltern gut wissen, hat das Fernsehen nicht nur gute Seiten. Die Jungen dürfen bei uns einen ausgewählten Videofilm pro Woche sehen; ansonsten wird Fernsehen bzw. Video in manchen Sprach- und Literaturklassen genutzt. Es gibt keinen freien, unbeaufsichtigten Zugang zum Fernseher. Diese Reglung beruht auf einer Absprache mit den Eltern.
Dürfen die Jungen Mobiltelefone benutzen?
Zur Zeit dürfen Mobiltelefone an Wochenenden benutzt werden. Diese Reglung wird immer wieder überdacht.
Dürfen die Jungen Laptop-Computer benutzen?
Ja, wenn ein klarer Lernvorteil besteht. Unter der 9. Klasse gilt dies nur in Ausnahmen bei bestimmten Lernschwächen. In jedem Fall können Lehrer jederzeit überprüfen, wozu der Laptop benutzt wird: Computerspiele sind unter der Woche nicht erlaubt. Diese Reglung ist schon mehrere Male überarbeitet worden und kann sich wieder ändern.
Ist das Schulessen mehr französisch oder englisch?
Unser Koch Fabrice ist Franzose und stammt aus einer Familie von Köchen. Also kommen wir in den Genuss vieler französischer Speisen. In vielem unterscheidet sich die französische Küche aber gar nicht so sehr von der anderer europäischer Länder, nur dass wir mehr Wildbret, Ente und Kaninchenfleisch essen, als es in einer Schule in England der Fall wäre. Manchmal essen wir auch z.B. Hamburger oder Spaghetti Bolognaise.
Dienstags und donnerstags haben einige Jungen Kochunterricht bei Fabrice und bereiten z.B eine Suppe oder den Nachtisch für die ganze Schule zu.
An Sonntagen im Winter gibt es ein warmes englisches Frühstück, aber normalerweise besteht unser Frühstück aus Brot, Konfitüre, Saft, Müsli, Cornflakes und Obst. Sehr beliebt ist der Sonntagsbraten mit Röstkartoffeln.
Was meinen Sie mit „klassisch“ und „traditionell“, wenn Sie damit den Ansatz der Schule beschreiben?
Wir meinen damit, dass die Auswahl an Schulfächern dem Ansatz traditioneller Gymnasien entspricht. In manchen Fächern vermeiden wir die heute sonst so verbreiteten Projekte. Bei Sprachen liegt uns an der gründlichen Vermittlung von Grammatik. Wir erwarten, dass die Jungen das Einmaleins auswendig wissen. Wir erwarten von ihnen, Gedichte auswendig zu lernen, in Debatten zu bestehen und gerade zu singen...
Was die Religionsausübung angeht, bedeutet es, dass wir es für wichtig halten, dass Kinder Gebete lernen und zum Beten angehalten werden, dass sie die Lehre ihrer Kirche kennen, an den Sakramenten teilnehmen und ganz allgemein unter Anleitung der Lehrer ihr Leben aufrecht und gläubig leben sollten. Die Teilnahme an der täglichen Messe ist für alle Jungen verpflichtend; das war früher in vielen katholischen Internaten gang und gäbe, ist aber vielerorts aufgegeben worden. In Chavagnes ist die Messe der Höhepunkt unseres Tages.
Wir sind auch insofern traditionell, als dass wir uns in Kontinuität mit mittelalterlichen englischen Schulgründungen sehen, wo Lehrer und Studierende in Gemeinschaft zusammen lebten, aβen und beteten.
Gehört die Schule einer Bewegung innerhalb der Katholischen Kirche an?
Nein, Chavagnes ist einfach eine Schule, nicht eine Bewegung oder ein Orden. Wir haben natürlich unsere besonderen Bräuche und unsere besondere Identität, so wie jede Familie auch, aber im Herzen unserer Mission liegt der Wunsch, in Loyalität zu Rom der katholischen Gemeinschaft zu dienen.
Wie wird die Messe gefeiert?
Bei Messfeiern in der Schule wird Latein viel benutzt. Die Lesungen sind immer auf Englisch oder Französisch, aber ansonsten ist Latein die Hauptsprache in der Messe, abgesehen von gelegentlichen Messen, die ganz auf Englisch oder Französisch abgehalten werden. Der Priester ist in traditioneller Weise dem Osten zugewand und Gregorianische Gesänge gibt es an den meisten Tagen. Unser Gesangbuch ist The Catholic Hymnal des London Oratory.
Die Liturgie folgt meist dem modernen Messritus, obwohl die Jungen auch die tridentinische Messe kennen lernen, die wir zur Zeit wir immer samstags feiern. In den vergangenen Jahren haben wir auch den dominikanischen sowie den byzantinischen Ritus einige Male gefeiert.
Wie viel Kontakt haben die Jungen zu ihrem französischen Umfeld?
Jungen aus Chavagnes werden oft zwischen 10.40 und 11 Uhr morgens in der Patisserie gesehen; also muss auch der jüngste Schüler ein gewisses Maβ an Einkaufs-Französisch meistern (was für zukünftige mündliche Prüfungen sehr nützlich ist)! Im letzten Schuljahr sind zehn Jungen in der Pfarrkirche gefirmt worden und hatten zur Vorbereitung einige Treffen mit den französischen Jungen der Pfarrei. Zu kulturellen und sportlichen Anlässen treffen wir mit Schülern einiger Schulen aus der Umgebung zusammen, und an manchen Wochenenden sind die Jungen bei französischen Familien zu Gast.
Einige ältere Jungen spielen zusätzlich zum Schulsport am Wochenende bei einem örtlichen Fuβballverein.
Es gibt auch einige französische Schüler in Chavagnes. Das heiβt, dass Französisch Teil unseres Alltags ist, auch wenn der Unterricht (auβer im Fach Französisch) auf Englisch abgehalten wird.
Der Französischunterricht wird überwiegend von französischen Lehrern erteilt, und die Schule hat auch französisches Hilfspersonal.
Sunday, 28 December 2008
“Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn”
Wir sind eine internationale Familie: Ich bin Deutsche, geboren und aufgewachsen in Lüdenscheid; mein Mann ist Malteser. Wir leben in Malta, doch unser ältester Sohn besucht nun eine englisch geprägte Internatsschule in Frankreich. Wie mag das wohl kommen?
Mein Mann und ich hatten über Chavagnes International College gelesen und wussten, dass es eine auβergewöhnliche Schule ist, vor allem weil sie sehr bewusst katholisch ist, ja geradezu als Antwort auf allzu angepasste katholische Schulen gegründet wurde. Uns gefiel der Ansatz, den Glauben in die Mitte des Schullebens zu stellen und ohne Abstriche zu lehren. “Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn” lautet ein Satz, den ich aus meiner Jugend kenne. Wenn Gott da ist und uns nah ist, uns liebt und etwas mit uns vorhat, sollte nichts natürlicher sein, als dass wir ihn ganz Herr sein lassen. Warum soll das nicht auch für Schulen gelten?
Als wir 2007 Urlaub in Frankreich machten, haben wir Chavagnes besucht. Es waren Sommerferien: im Internat war es ruhig und still. Der Rektor hatte uns erwartet. Er hat sich Zeit für uns genommen, die Schule gezeigt und erklärt. Wir lernten auch ein Lehrerehepaar kennen. Wie der Rektor, beeindruckten uns auch diese beiden als herzliche, nette Leute, ihres Glaubens sicher und froh. Die Schule selbst, so zeigte sich, hat keinerlei überflüssigen Luxus. So schlafen die 10-13jährigen Jungen in einem groβen Schlafsaal, die älteren in Drei- und Vierbettzimmern. Chavagnes International College ist ein Internat im alten Stil: einfach, aber zweckmäβig – und in einem schönen alten Gebäude in einem idyllischen Dorf gelegen.
Unser Sohn, damals elf Jahre alt, war begeistert. Es spielte sicher eine Portion Abenteuerlust mit; dazu kam aber, dass er sich instinktiv wohl fühlte – sowohl an dem Ort als auch mit den Leuten. Waren wir mit der Einstellung gekommen, wir würden uns Chavagnes einmal ansehen, um dann unseren Sohn vielleicht in ein paar Jahren dorthin zu schicken, so standen wir plötzlich vor der Frage, ob wir ihn, wie er es sich nun brennend wünschte, sofort für das bald beginnende Schuljahr anmelden sollten. Nach zwei im Dorf verbrachten Tagen, nach Gesprächen, Abwägungen und Gebeten haben wir uns dafür entschieden. Als wir dann wieder zurück zu Hause waren, hatten wir gerade mal 10 Tage, um Uniform und Ausrüstung zu besorgen, bevor unser Sohn wieder abgereist ist: zu seiner neuen Schule!
Dass wir ein Internat für unseren Sohn überhaupt in Betracht zogen, hat verschiedene Gründe: zum einen war mein Mann als Junge selbst Internatsschüler und hat das als sehr bereichernd empfunden. Hinzu kommt der Character unseres Sohnes: Er ist emotional ziemlich unabhängig, abenteuerlustig und war immer eher ein Einzelgänger, der im Umgang mit Mitschülern niemals Kompromisse machte, um akzeptiert zu werden. So wollte er sich zum Beispiel nie für einen Fussballclub erwärmen, nur weil alle anderen von ihm begeistert waren.
Im Internat dagegen teilen alle Schüler so viele Erlebnisse miteinander, dass solche schulfremden Interessen belanglos sind. Dort gehört er ganz und gar dazu: er setzt sich im Sport voll ein, beteiligt sich an Debatten, Theaterproduktionen und dem Photoclub; er hat seinem ‘Haus’ zuliebe, für das es Punkte zu gewinnen galt, auch beim Vortragen von Gedichten mitgemacht, was ihn sonst weniger interessiert hätte; ja er vermittelt zwischen Mitschülern, wenn die mal versucht sind, sich wegen ihrer verschiedenen Nationalitäten gegeneinander abzugrenzen. Denn die Schule ist wirklich international: sie folgt zwar vor allem dem britischen Lehrplan und somit sind Jungen aus England und Wales die Hauptzielgruppe, aber es gibt auch etliche Franzosen und eine Gruppe von spanischen Jungen. Wer bei seiner Ankunft in Chavagnes noch nicht flieβend in Englisch ist, wird es meist innerhalb eines Trimesters (einem Drittelschuljahr; drei bis dreieinhalb Monate). Bei Französisch, das ja nicht die Hauptsprache der Schule ist, dauert es etwas länger, aber nach einem Jahr konnte mein Sohn, der vorher fast keine Französischkenntnisse hatte, die Sprache gut verstehen und sich auch recht gut ausdrücken.
Dazu haben sicher auch die Freundschaften im Internat beigetragen. Seine bisher vier ‘half-term’-Ferien in der Trimestermitte (jeweils eine Woche einschlieβlich beider Wochenenden) hat mein Sohn als Gast bei den Familien von Schulfreunden verbracht, zweimal in England und zweimal in Frankreich. Nach Hause kommt er nur zu Weihnachten, Ostern und im Sommer, was ihm nichts ausmacht. Er sagt, in der Schule sei immer so viel los, dass er gar nicht dazu komme, Heimweh zu haben. Mir allerdings wird die Zeit manchmal lang, bis ich ihn wiedersehe, zumal er ziemlich schreibfaul ist und auch nicht gerne anruft. Um sich als Mutter nach über einem Monat Funkstille keine allzu groβen Sorgen machen zu müssen, ist es schon wichtig, der Schule voll vertrauen zu können!
Als ich Chavagnes neulich besuchte, um meinen Sohn zu den Ferien abzuholen, und zwei Tage dort verbrachte, mit Lehrern sprach, Theaterproben und -aufführungen ansah und ganz allgemein am Ausnahme-Schulleben kurz vor den Ferien teilnehmen durfte, war ich von mehreren Dingen stark beeindruckt: Da war zum Beispiel die Festlichkeit der täglichen Messen, durchdrungen vom Gefühl der Heiligkeit Gottes. Da war die freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Jungen, ihr Respekt für die Lehrer und ihre ungezwungene Höflichkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber einer relativ Fremden wie mir. Und da waren die Lehrer, bei denen zu spüren war, dass sie als eine Gemeinschaft im Glauben leben: dass ihre Motivation, in Chavagnes Lehrer zu sein (und gute Lehrer zu sein, die sich voll einbringen) aus ihrem gelebten Glauben kommt und dass sie alle an einem Strang ziehen.
Schulisch tut meinem Sohn Chavagnes gut: Die Klassen sind klein; die Lehrer kümmern sich wirklich um jeden einzelnen Schüler, kennen seine Stärken und Schwächen und fördern ihn so gut es geht. So hat die Mathelehrerin meinen Sohn letztes Jahr ermutigt, an einem britischen Schülerwettbewerb für Mathematik teilzunehmen, auf den sie ihn dann auch vorbereitet hat. Er hat auf eine Bronzemedaille gehofft und Silber geschafft! Seine durchaus vorhandene Faulheit muss im Internat in Grenzen bleiben, denn alte Methoden der Hausaufgabenvermeidung ziehen nicht mehr. Eine klare Stärke der Schule liegt bei den Sprachen: Zu Englisch und Französisch kommen Spanisch und Latein.
Chavagnes hat eine ganz besondere, ausgeprägte Identität. Die meisten Jungen scheinen wirklich stolz auf ihr Internat zu sein – mein Sohn ist es ganz bestimmt! In gewisser Hinsicht ist es eine Oase: der Glaube ist hier so selbstverständlich, so natürlich wie an kaum einem anderen Ort. Den Lehrern ist jeder Schüler wichtig und alle Jungen kennen einander gut. Es würde schon eine groβe Anstrengung erfordern, hier Auβenseiter zu bleiben! Mein Sohn ist selbstbewusster und selbstsicherer geworden, und er möchte nie wieder von Chavagnes weggehen – jedenfalls nicht, bevor es Zeit ist, zur Uni zu gehen: mal sehen, in welchem Land…!
Wiebke Micallef Eynaud
Ausführliche Informationen zu Katholischen Internaten für Jungen finden Sie unter: http://www.chavagnes.org/
Mein Mann und ich hatten über Chavagnes International College gelesen und wussten, dass es eine auβergewöhnliche Schule ist, vor allem weil sie sehr bewusst katholisch ist, ja geradezu als Antwort auf allzu angepasste katholische Schulen gegründet wurde. Uns gefiel der Ansatz, den Glauben in die Mitte des Schullebens zu stellen und ohne Abstriche zu lehren. “Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn” lautet ein Satz, den ich aus meiner Jugend kenne. Wenn Gott da ist und uns nah ist, uns liebt und etwas mit uns vorhat, sollte nichts natürlicher sein, als dass wir ihn ganz Herr sein lassen. Warum soll das nicht auch für Schulen gelten?
Als wir 2007 Urlaub in Frankreich machten, haben wir Chavagnes besucht. Es waren Sommerferien: im Internat war es ruhig und still. Der Rektor hatte uns erwartet. Er hat sich Zeit für uns genommen, die Schule gezeigt und erklärt. Wir lernten auch ein Lehrerehepaar kennen. Wie der Rektor, beeindruckten uns auch diese beiden als herzliche, nette Leute, ihres Glaubens sicher und froh. Die Schule selbst, so zeigte sich, hat keinerlei überflüssigen Luxus. So schlafen die 10-13jährigen Jungen in einem groβen Schlafsaal, die älteren in Drei- und Vierbettzimmern. Chavagnes International College ist ein Internat im alten Stil: einfach, aber zweckmäβig – und in einem schönen alten Gebäude in einem idyllischen Dorf gelegen.
Unser Sohn, damals elf Jahre alt, war begeistert. Es spielte sicher eine Portion Abenteuerlust mit; dazu kam aber, dass er sich instinktiv wohl fühlte – sowohl an dem Ort als auch mit den Leuten. Waren wir mit der Einstellung gekommen, wir würden uns Chavagnes einmal ansehen, um dann unseren Sohn vielleicht in ein paar Jahren dorthin zu schicken, so standen wir plötzlich vor der Frage, ob wir ihn, wie er es sich nun brennend wünschte, sofort für das bald beginnende Schuljahr anmelden sollten. Nach zwei im Dorf verbrachten Tagen, nach Gesprächen, Abwägungen und Gebeten haben wir uns dafür entschieden. Als wir dann wieder zurück zu Hause waren, hatten wir gerade mal 10 Tage, um Uniform und Ausrüstung zu besorgen, bevor unser Sohn wieder abgereist ist: zu seiner neuen Schule!
Dass wir ein Internat für unseren Sohn überhaupt in Betracht zogen, hat verschiedene Gründe: zum einen war mein Mann als Junge selbst Internatsschüler und hat das als sehr bereichernd empfunden. Hinzu kommt der Character unseres Sohnes: Er ist emotional ziemlich unabhängig, abenteuerlustig und war immer eher ein Einzelgänger, der im Umgang mit Mitschülern niemals Kompromisse machte, um akzeptiert zu werden. So wollte er sich zum Beispiel nie für einen Fussballclub erwärmen, nur weil alle anderen von ihm begeistert waren.
Im Internat dagegen teilen alle Schüler so viele Erlebnisse miteinander, dass solche schulfremden Interessen belanglos sind. Dort gehört er ganz und gar dazu: er setzt sich im Sport voll ein, beteiligt sich an Debatten, Theaterproduktionen und dem Photoclub; er hat seinem ‘Haus’ zuliebe, für das es Punkte zu gewinnen galt, auch beim Vortragen von Gedichten mitgemacht, was ihn sonst weniger interessiert hätte; ja er vermittelt zwischen Mitschülern, wenn die mal versucht sind, sich wegen ihrer verschiedenen Nationalitäten gegeneinander abzugrenzen. Denn die Schule ist wirklich international: sie folgt zwar vor allem dem britischen Lehrplan und somit sind Jungen aus England und Wales die Hauptzielgruppe, aber es gibt auch etliche Franzosen und eine Gruppe von spanischen Jungen. Wer bei seiner Ankunft in Chavagnes noch nicht flieβend in Englisch ist, wird es meist innerhalb eines Trimesters (einem Drittelschuljahr; drei bis dreieinhalb Monate). Bei Französisch, das ja nicht die Hauptsprache der Schule ist, dauert es etwas länger, aber nach einem Jahr konnte mein Sohn, der vorher fast keine Französischkenntnisse hatte, die Sprache gut verstehen und sich auch recht gut ausdrücken.
Dazu haben sicher auch die Freundschaften im Internat beigetragen. Seine bisher vier ‘half-term’-Ferien in der Trimestermitte (jeweils eine Woche einschlieβlich beider Wochenenden) hat mein Sohn als Gast bei den Familien von Schulfreunden verbracht, zweimal in England und zweimal in Frankreich. Nach Hause kommt er nur zu Weihnachten, Ostern und im Sommer, was ihm nichts ausmacht. Er sagt, in der Schule sei immer so viel los, dass er gar nicht dazu komme, Heimweh zu haben. Mir allerdings wird die Zeit manchmal lang, bis ich ihn wiedersehe, zumal er ziemlich schreibfaul ist und auch nicht gerne anruft. Um sich als Mutter nach über einem Monat Funkstille keine allzu groβen Sorgen machen zu müssen, ist es schon wichtig, der Schule voll vertrauen zu können!
Als ich Chavagnes neulich besuchte, um meinen Sohn zu den Ferien abzuholen, und zwei Tage dort verbrachte, mit Lehrern sprach, Theaterproben und -aufführungen ansah und ganz allgemein am Ausnahme-Schulleben kurz vor den Ferien teilnehmen durfte, war ich von mehreren Dingen stark beeindruckt: Da war zum Beispiel die Festlichkeit der täglichen Messen, durchdrungen vom Gefühl der Heiligkeit Gottes. Da war die freundschaftliche Atmosphäre zwischen den Jungen, ihr Respekt für die Lehrer und ihre ungezwungene Höflichkeit und Hilfsbereitschaft gegenüber einer relativ Fremden wie mir. Und da waren die Lehrer, bei denen zu spüren war, dass sie als eine Gemeinschaft im Glauben leben: dass ihre Motivation, in Chavagnes Lehrer zu sein (und gute Lehrer zu sein, die sich voll einbringen) aus ihrem gelebten Glauben kommt und dass sie alle an einem Strang ziehen.
Schulisch tut meinem Sohn Chavagnes gut: Die Klassen sind klein; die Lehrer kümmern sich wirklich um jeden einzelnen Schüler, kennen seine Stärken und Schwächen und fördern ihn so gut es geht. So hat die Mathelehrerin meinen Sohn letztes Jahr ermutigt, an einem britischen Schülerwettbewerb für Mathematik teilzunehmen, auf den sie ihn dann auch vorbereitet hat. Er hat auf eine Bronzemedaille gehofft und Silber geschafft! Seine durchaus vorhandene Faulheit muss im Internat in Grenzen bleiben, denn alte Methoden der Hausaufgabenvermeidung ziehen nicht mehr. Eine klare Stärke der Schule liegt bei den Sprachen: Zu Englisch und Französisch kommen Spanisch und Latein.
Chavagnes hat eine ganz besondere, ausgeprägte Identität. Die meisten Jungen scheinen wirklich stolz auf ihr Internat zu sein – mein Sohn ist es ganz bestimmt! In gewisser Hinsicht ist es eine Oase: der Glaube ist hier so selbstverständlich, so natürlich wie an kaum einem anderen Ort. Den Lehrern ist jeder Schüler wichtig und alle Jungen kennen einander gut. Es würde schon eine groβe Anstrengung erfordern, hier Auβenseiter zu bleiben! Mein Sohn ist selbstbewusster und selbstsicherer geworden, und er möchte nie wieder von Chavagnes weggehen – jedenfalls nicht, bevor es Zeit ist, zur Uni zu gehen: mal sehen, in welchem Land…!
Wiebke Micallef Eynaud
Ausführliche Informationen zu Katholischen Internaten für Jungen finden Sie unter: http://www.chavagnes.org/
Saturday, 27 December 2008
Wednesday, 24 December 2008
Dezember-Newsletter online
Chavagnes International College Dezember-Newsletter online (auf Englisch; mit Photos aus den letzten Monaten).
Ausführliche Informationen zu Katholischen Internaten für Jungen finden Sie unter: http://www.chavagnes.org/
Ausführliche Informationen zu Katholischen Internaten für Jungen finden Sie unter: http://www.chavagnes.org/
Monday, 22 December 2008
DIE WAHRE BEDEUTUNG VON TUGEND
Dies ist das persönliche Zeugnis von GREG MORRISON, der zwei Jahre lang Schüler in Chavagnes war. Es ist zuerst in der irischen Publikation The Brandsma Rewiew erschienen.Als Greg es schrieb, studierte er Geschichte und Theologie an der Lampeter University in Wales. Er beendete sein Studium im Juni 2008 mit einem Abschluss erster Klasse und ist nun als Lehrer nach Chavagnes zurückgekommen. Sein jüngerer Bruder ist derweilen noch als Schüler im letzten Schuljahr hier.
Bevor ich nach Chavagnes ging, war mein katholischer ‘Glaube’ mehr eine Sache der Loyalität als des Glaubens. Alle von uns Morrison-Kindern waren stets von unseren Eltern zur Messe mitgenommen worden, und unsere Eltern unterrichteten uns im Glauben, so weit wir es verstehen konnten. Es gab keine Ausreden, etwa nicht zur Messe zu gehen, und meine Brüder und ich waren Messdiener, seit wir fünf oder sechs Jahre alt waren – was in etwa der Zeitpunkt unserer Erstkommunion war.Ich war nicht stolz, katholisch zu sein, aber da ich es weder einfach ablegen konnte noch verleugnen wollte, entwickelte ich eine kämpferische Einstellung. Ich bekannte meinen Glauben nicht, auch nicht gegenüber meinen Schulfreunden, aber aus Stolz hätte ich jeden, der sich über ihn lustig machte, niedergeschlagen – eher als etwa zu leugnen, dass ich zur Messe ging und die Morallehre und Theologie der Kirche akzeptierte.
Obwohl Mum und Dad tief religiös waren und uns gut erzogen, hatte ich als Kind immer das nagende Gefühl, dass die katholische Lehre einfach altmodisch und längst widerlegt wäre – egal was Mum sagte, egal wie sehr ich Dad liebte und vertraute, egal wie sehr ich mich danach sehnte, ihnen glauben zu können. Ich hatte das Gefühl, dass der Glaube vergeblich sei; es schien keine Hoffnung zu geben.
Ich stimme Georges Bernanos, dem Autor von Le Journal d'un Curé de Campagne, zu, der eine seiner Figuren schreiben lässt: “Man verliert nicht den Glauben … man hört einfach auf, danach zu leben.” Ich denke, das was meine Lage, bevor ich nach Chavagnes ging. Ich wollte verzweifelt gern der Kirche glauben, an Heilige und Engel, an die leibliche Gegenwart Jesu im heiligen Sakrament und an den Himmel, wohl weil diese Dinge meine Kindheit sicherer und geborgener hatten erscheinen lassen – etwa wie ein 11-12jähriger sich danach sehnen mag, noch an den Weihnachtsmann glauben zu können. Es würde Wärme und Geborgenheit zurückbringen – und doch schien die kalte Sinnlosigkeit der Welt die einzige Realität zu sein.
Tiefe Eindrücke ...
Die Liturgie in Chavagnes, die Ehrfurcht, mit der sie zelebriert wurde und die Musik in der Messe haben mich schnell tief beeindruckt. Hier waren Leute, die keine Angst davor hatten, ihren Glauben zu bekennen, und die ihr Leben bewusst nach ihrem Glauben gestalteten. Gerade solch ein Beispiel hatten mir auch meine Eltern immer vorgelebt, aber es war irgendwie sehr hilfreich, es in Lehrern und Mitschülern zu sehen: in Jungen, die mit mir zusammen zu Männern wurden. Da war keine Spur von der Haltung, die man heute in so vielen katholischen Pfarreien findet, und die unausgesprochen schreit: “Jugend! Wir müssen Jugendliche anziehen, koste es, was es wolle! Lasst uns für sie alles leichter verdaulich machen!” Junge Männer sehen auf so etwas herab. Ich erinnere mich, wie sich meine Mitschüler im Gymnasium darüber lustig machten, wie unsere Leher moderne christliche Lieder mit Schlagzeug und E-Gitarre sangen – in einem verzweifelten Versuch, aus der Versammlung uninteressierter und entkirchlichter Jugendlicher eine Reaktion hervorzulocken. Ich habe damals an mehreren kirchlichen Festtagen die Messe versäumt, weil ich lieber mit meinen Freunden rauchen wollte als in die Kirche zu gehen, für die wir weder Respekt noch Glauben hatten und die uns peinlich berührte.
Vernunft und Glaube
Nicht so in Chavagnes. Wir wurden über den Glauben unterrichtet und langsam aber sicher verstand ich, dass es jede Menge Argumente für den Glauben ..... Lesen Sie mehr ...
Saturday, 20 December 2008
Ein High School Jahr im Ausland: "Chavagnes" für Jungen von 11 bis 18 Jahren
Ein Jahr an einem guten Internat in England gehört heute zum Standard einer gelungenen Schulkarriere ...
Während eines High School Jahres lernt man nicht nur die Sprache des jeweiliges Landes sondern entwickelt seine Persönlichkeit, lernt mit anderen Kulturen und Sichtweisen umzugehen sowie selbstständig und verantwortungsbewusst zu sein.
Wer Fremdsprachen vorweisen kann, dem öffnen sich internationale Türen, privat als auch beruflich.
Ausführliche Informationen zu Katholischen Internaten für Jungen finden Sie unter: http://www.chavagnes.org/
Während eines High School Jahres lernt man nicht nur die Sprache des jeweiliges Landes sondern entwickelt seine Persönlichkeit, lernt mit anderen Kulturen und Sichtweisen umzugehen sowie selbstständig und verantwortungsbewusst zu sein.
Wer Fremdsprachen vorweisen kann, dem öffnen sich internationale Türen, privat als auch beruflich.
Ausführliche Informationen zu Katholischen Internaten für Jungen finden Sie unter: http://www.chavagnes.org/
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